Gemeinschaft
10.03.2019 13:46 Uhr, Alter: 13 Tage

Diese Fülle!

Wie oft habe ich angehalten, bin aus dem Auto gestiegen
und habe noch dies und jenes schnell be­sorgt. Nur nichts vergessen!
Endlich, ein letzter Blick in die To-do-Liste im Handy. Erledigt.

 

Ich komme vor meinem Haus an, steige aus,
nehme die eine Tüte, stopfe die neuen Hefte noch in die andere,
lege die Jacke über den Arm,
da – noch eine Flasche, die klemme ich unter den Arm,
das Netz mit den Zitronen, das passt noch an den kleinen Finger …
wie ein Packesel,
und schief und krumm nähere ich mich der Haustür –
und jetzt der Schlüssel …? In der Tasche, nein, in der anderen,
irgendwo, halt in einer! Auch das noch!
Wie soll ich ihn erwischen, greifen, herausziehen?
Die dritte Hand!

 

Und für einen Moment – muss ich meine Hand leer machen,
brauche ich nichts in Händen,
nur um den Schlüssel zu finden, ihn zu halten
und die Tür zu öffnen – den Zugang nach Hause.

 

Nur für einen Moment brauche ich
nichts in Händen, um dem andern die Hand zu geben,
nichts in Händen, um den anderen zu finden,
nichts in Händen, um ein Herz für den anderen zu haben,
nichts in Händen, um sogar Gott zu finden,
nichts in Händen, um nur ihn, die Fülle des Lebens zu halten.

 

Fastenzeit – eine neue Zeit: nichts in Händen, frei für Gott.
Er schenke uns in der täglichen Fülle die leeren Hände für die Tür zu IHM,
für das Geschenk dieser Zeit – auf Ostern zu, zum neuen Leben.

 

Ihr Pastor P. Meinulf, mit Kooperator K-J. Bings, Diakon B Lohmer
und der Klostergemeinschaft


Aktueller Pfarreienbrief

Nr. 03/2019
11.03.2019 - 07.04.2019

 

Liebe Pfarrangehörige,

wenn Angehörige sterben, so kommt zur Trauer auch noch die Sorge um den Ablauf einer Beerdigung. Als Hilfestellung in dieser schweren Zeit soll Ihnen diese Liste dienen.

» Hilfestellung