Gemeinschaft
29.05.2022 22:32 Uhr, Alter: 28 Tage

Zweitausend Jahre oder nur ein Herzschlag weit?

Es ist faszinierend, den Anfang der Kirche am Pfingstfest zu lesen, sich hinein­zu­denken in diesen kleinen Anfang. Es schien doch alles gescheitert zu sein, die angeblich Frohe Botschaft von Gottes Herrschaft. Aber der Heilige Geist kam mit Brausen und Erschütterung, im Feuersturm auf die wartenden Jünger herab. Bewegung kam in die sitzende Versammlung, sie wurden herausgerissen, hinaus­getrieben und verkündeten zunächst nur Eines: „Jesus, den ihr gekreuzigt habt, den hat Gott erhoben zum Retter.“ Was hatten sie in der Hand? Sie waren mit Jesus einen Weg gegangen, hatten seine Worte gehört, waren mit ihm in die dunkle Nacht gegangen, hatten sein Scheitern erlebt, bekamen Angst um ihr Leben. Langsam, langsam nur, 40 Tage lang wuchs in ihnen der Glaube: Jesus ist von den Toten auferstanden. Dann aber breitete sich die Botschaft Jesu aus, sein Weg wurde „gelebt“, er war mit Händen zu greifen.

Apg 2,42 Sie hielten an der Lehre der Apostel fest, sie waren eine feste Gemein­schaft, sie hielten fest am Brechen des Brotes und an den Gebeten. 43 Alle wurden von Furcht ergriffen; und durch die Apostel geschahen viele Wun­der und Zeichen. 44 Und alle, die glaubten, waren an demselben Ort und hatten alles gemeinsam. 45 Sie verkauften Hab und Gut und teilten davon allen zu, jedem so viel, wie er nötig hatte. 46 Tag für Tag verharrten sie ein­mütig im Tempel, brachen in ihren Häusern das Brot und hielten mit­ein­ander Mahl in Freude und Lauterkeit des Herzens.    
47 Sie lobten Gott – sie waren beim ganzen Volk beliebt.

Der Heilige Geist schwebt nicht im Niemandsland, er wirkt in unser Herz, er bewegt unseren Sinn. Er macht uns zu einer neuen Schöpfung. So können wir die Familie gestalten, die Gemeinschaft, unsere Welt. Es beginnt eine neue Zeit, die Zeit der Kirche, die immer auf dem Weg ist, die ständig sich von Gott formen lassen muss, damit sie Sauerteig sei für die Welt. Wenn der Geist unser Herz und unseren Sinn ergreift, werden wir anders gehen – als Boten des Friedens; anders handeln – austeilen und schenken, stützen und tragen; anders denken und urteilen – vom andern gut denken, ohne Vorurteil sein Wort annehmen und erwägen.

Unser Herz ist stark, denn wir glauben, dass durch alles Dunkel und Fragen, durch Leid und Einsamkeit Gott am Werk ist und er unsere Wege zum Segen werden lässt, wir einander zum Segen werden.

Ein gesegnetes Pfingstfest. Wir wünschen allen die Fülle des Heiligen Geistes, dass er unseren Herzschlag bewegt.

Ihr Pastor P. Meinulf, mit Kooperator K-J. Bings, Diakon B. Lohmer
und der Klostergemeinschaft


Aktueller Pfarreienbrief

 

Liebe Pfarrangehörige,

wenn Angehörige sterben, so kommt zur Trauer auch noch die Sorge um den Ablauf einer Beerdigung. Als Hilfestellung in dieser schweren Zeit soll Ihnen diese Liste dienen.

» Hilfestellung