Gemeinschaft

Der Weltjugendtag 2011 in Madrid

Wieder haben wir uns mit ein paar Jugendlichen aus den Gemeinden Wallhausen, Spabrücken und aus dem Sponheimer Land auf den Weg zum WJT gemacht. Los ging es am 10.08.2011 mit dem Bus nach Trier. Dort luden wir noch einige andere Jugendliche der Euregio ein.

Nun lagen knappe 25 Stunden Fahrt mit dem Bus vor uns. Die Erleichterung war groß, als wir endlich am 11.08.11 gut in Leon gelandet sind. Hier durften wir schon das Vorprogramm mit vielen anderen Jugendlichen begehen. Wir haben Gottesdienste gefeiert und uns mit anderen Jugendlichen aus Spanien, Frankreich, Brasilien, Australien, Kolumbien usw. ausgetauscht. Wir feierten, tanzten zusammen und hatten viel Spaß. In Leon waren wir in Gastfamilien untergebracht. Diese kümmerten sich rührend um uns, auch wenn wir uns leider schlecht verständigen konnten. Doch das war nicht so schlimm, wofür haben wir schließlich Hände und Füße? :-)

Am letzten Tag in Leon machten wir uns ein kleines Stück auf den Jakobsweg. 1 Stunde und 7 Kilometer später kamen wir alle nach „La Virgen del Camino“, dort feierten wir noch einen Aussendungsgottesdienst im Freien, bevor wir schließlich, nach zwei weiteren Stunden Busfahrt, in Madrid ankamen. Dort mussten wir erst einmal in unseren Bussen sitzen bleiben. Wir durften nämlich in einer großen Turnhalle mit etwa 700 Leuten schlafen! Und damit kein unkontrollierbares Chaos ausbricht, wurden wir nur busweise in die Turnhalle gelassen. Da wir der vorletzte Bus waren, mussten wir nochmals fast zwei Stunden darauf warten in die Turnhalle gebracht zu werden und unseren Schlafplatz zu beziehen. Wahnsinn, wir waren alle so fertig und wollten nur noch eins: SCHLAFEN.

Am nächsten Morgen ging es gleich früh weiter, denn bis 9.00 Uhr musste die Turnhalle verlassen sein, dann wurde bis abends 22.00 Uhr abgeschlossen. Man musste sich also vorher gut überlegen was man mitnehmen möchte. Jeder Tag in Madrid sollte für die Euregio Gruppe mit einer Katechese und anschließender Messe beginnen. So auch an diesem. Danach ging es in die Stadt. Endlich Madrid und den WJT erleben dürfen. In Madrid gab es viele spannende Sachen zu erleben. Wir trafen Jugendliche aus den verschiedensten Ländern. Da waren zum Beispiel Chinesen, Niederländer, Brasilianer, Türken und viele, viele mehr. Trotz großer kultureller Unterschiede hat uns doch eines alle vereint: GOTT. Es war ein friedliches Zusammentreffen von Millionen von Menschen. Selbst die ständigen U-Bahnfahrten wurden zu einem einzigartigen Erlebnis. Es wurde in den verschiedensten Sprachen gesungen und sehr viel gelacht. Und obwohl wir uns sprachlich so fern waren, haben wir uns doch alle verstanden. So etwas kann man, glaube ich, nur auf einem WJT erfahren. Einen Tag später sollte es nun endlich soweit sein: DER PAPST KOMMT!

Früh gingen wir wieder in die Katechese, dann trennten sich unsere Wege als Gruppe, einige feierten noch die anschließende Messe mit, ich machte mich jedoch auf den Weg zur Straße, an der der Papst vorbei fahren soll. Zu zweit standen wir nun da, die Fahne in der Hand und erstmal: warten, warten, warten. Auf einmal viele Polizei Autos, Motorräder, Polizei soweit das Auge reicht. Dort in der Ferne konnte man schon das Papamobil erahnen. Ja er kommt, es ist soweit. So lange wie dieses Warten gedauert hat, so schnell war der Moment auch schon wieder vorbei, als er an uns vorbei gefahren ist.
Jetzt hieß es wieder, ab ins Getümmel und irgendwie in die U-Bahn kommen. Die Menschenmassen waren gigantisch und alle wollten in die gleiche Richtung. Doch irgendwie schaffte man es immer. Jetzt erst mal einen Ort zum Essen suchen. Das war jedoch nie so einfach. Für jeden Tag bekamen wir im Vorfeld zwei Essenstickets. Diese konnten wir in beliebigen Restaurants einlösen. Eigentlich eine sehr schöne Idee. Jedes Restaurant bot ein bis drei verschiedene WJT-Gerichte zur Wahl. Es gab auch ein Infobuch, so dass man im Vorfeld wusste, was es wo zu Essen geben soll. Alles schön und gut, man hätte nur den Essensplan verstehen müssen :-). So irrten wir eigentlich jedes Mal durch die Straßen, schauten uns die Restaurants an, die uns über den Weg liefen und entschieden spontan.

Den dritten Tag in Madrid begannen einige von der Truppe wieder mit der Katechese, ich machte mich allerdings auf den Weg zu einem Programmpunkt der sich laut Programmheft sehr Interessant anhörte. Leider konnten wir den Ort nicht ausfindig machen und mussten darauf verzichten. Es war nicht immer so leicht durch die spanischen Pläne durchzusteigen, aber das gehört wohl irgendwie zu einem WJT dazu. Also entschieden wir uns früh etwas essen zu gehen und uns dann auf den Weg zum Kreuzweg zu machen. Wären wir doch gleich zum Kreuzweg gelaufen. Als wir an den Straßen ankamen, war schon alles überfüllt man konnte keinen Schritt mehr vor den Anderen setzen, ohne irgendjemanden auf die Füße zu treten oder anzurempeln.

Am vierten Tag war es schon an der Zeit die Zelte in der Halle abzuschlagen. Das Gepäck sollte sicher in den Bus verstaut werden, bis auf die Sachen die wir auf dem Feld zum Übernachten brauchen. Denn am letzten Tag des WJT, pilgern die Jugendlichen zum großen Feld, in diesem Jahr was es das „Cuatro Vientos“. Dort feiert man gemeinsam mit dem Papst eine Vigil, übernachtet zusammen mit 2 Millionen Menschen auf dem Feld, um am nächsten Morgen mit dem Papst die Abschlussmesse zu feiern. Ja so sollte es sein. Aber was wäre schon ein WJT ohne Pannen und Probleme?? Nichts!!

1. Problem: Das Feld, war viel zu klein, leider schafften es einige gar nicht erst darauf.

2. Problem: Es war eine wahnsinnige Hitze an diesem Tag. Es war eng, viele Menschen auf kleinstem Raum und kein bisschen Schatten weit und breit. Es wurden notdürftige Schattenkonstruktionen erdacht und gebaut. Doch für viele Menschen kam das zu spät. Sie hielten der Hitze nicht Stand. Es fuhren sogar Feuerwehrautos durch die einzelnen Felder und spritzten alles mit Wasser nass. Doch selbst das hielt nicht lange. Innerhalb von 20-30 Minuten war alles wieder trocken. Einige saßen auf diesem Feld ab 13.00 Uhr, Wahnsinn. Aber dieses Erlebnis schweißte die Leute unheimlich zusammen. Jeder half jedem.

3. Problem: Als es endlich Nacht wurde, und die Hitze zurück ging, zog ein Unwetter auf, wie es seid 20 Jahren nicht mehr in Madrid stattgefunden hat. Jeder versuchte auf einmal seine Sachen vor dem Regen zu schützen, es wurden Planen ausgepackt, die noch zuvor als Sonnenschutz dienten, um den Regen von den Schlafsachen abzuhalten. Einigen Leuten sind die ganzen Sachen so nass geworden, dass sie in der Nacht noch das Feld räumten um zurück zum Schlafort zu laufen. Nur 3 aus unserer Gruppe blieben auf dem Feld zurück. Das hat sich aber richtig gelohnt. Es hörte langsam auf zu gewittern, so packten wir unsere Sachen wieder aus, bauten uns mit ein paar anderen Jugendlichen ein kleines „Planen Feld“, darauf kamen unsere Schlafsachen, darüber noch eine weitere Plane, falls der Regen zurück kommen sollte. Wir waren bestens ausgerüstet, der Regen hätte also kommen können. Doch er wollte wohl nicht mehr. Naja, umso besser. Es war mittlerweile 0.00 Uhr in der Nacht, der Regen hatte seid einer Stunde aufgehört und alles was vorher Nass wurde, war schon wieder getrocknet. Denn wir hatten auch in der Nacht bis zu 30°C. Die restliche Nacht verlief ohne Probleme.

Früh am Morgen standen wir auf und packten unsere Sachen schon für die Abreise zusammen. Gegen 10.00 Uhr begann schließlich die Abschlussmesse mit dem Papst. Leider wurde diese komplett auf Spanisch gehalten und die Radiofrequenz, in der man alles auf Deutsch verfolgen konnte, funktionierte leider nicht. Naja, es war trotzdem schön und ich würde es immer wieder machen. Ach ja, ein besonderer Moment war noch, als der Papst verkündete wo der nächste WJT stattfinden soll.

Im Jahr 2013 geht es nach RIO DE JANIERO/BRASILIEN.
So Gott will, bin ich auf jeden Fall wieder dabei!
Wie sieht es mit dir aus? Sehen wir uns...?

Lisa Knichel

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