Gemeinschaft
02.09.2017 13:05 Uhr, Alter: 19 Tage

Die Zukunft – wo liegt sie?

Was ist in diesen Tagen in unserer Gegend alles los? An vielen Orten Kirmes oder gerade vorbei. Die Große Wallfahrt nach Spabrücken, die Pilger von Ober­heim­bach, Wall­hausen, Stromberg, Sponheimer Land, Merchweiler, 125 Jahre Kinder­gar­ten in Spabrücken, Pfarreiensonntag, Eingewöhnung der Erstklässler oder in neue Schulen, Kindergartenstart, Time to pray. Das Leben so dicht und voll Fragen und Hoffnungen. Dazwischen ganz klein und still der Anfang der Erst­kommunion­vorbereitung, doch mit einem ersten guten Eltern­abend.

In all diesen verschiedenen Begegnungen und Festen geben wir Leben weiter, unser Leben, unsere Erfahrungen, schenken einander Nähe und Gemeinschaft, hören und fragen nach. Wir teilen miteinander das Leben.

Die Madonna vom Soon prägt unsere Landschaft. Ich „sehe“ die Botschaft, wenn sie da sitzt und das Kind trägt, es uns entgegenhält. Sie hat dieses kleine Kind empfangen, Jesus, ihn verborgen ausgetragen wie jede Mutter und ihn der Welt geschenkt. Wann wird er seine Schritte in die Welt tun, zu uns, in unser Leben? Womit hat sie das Kind ausgestattet? Ist es reif für die Welt, für die Auseinandersetzung, für seine Aufgabe? Das alles war nicht ohne Bangen und Erschrecken: „Wie soll das geschehen?“

Angst, Erschrecken und Fragen hat Maria überwunden: „Ja, mir geschehe nach deinem Wort!“ Dieser tiefe Glaube, der über alles Fragen und Nicht­be­greifen hin­weg­springt und sich Gottes Wort anvertraut, der Gott alles zumutet und zutraut – dieser Glaube ist der Raum und der Atem, in dem das Kind groß wird. Es ist der Innen­raum und Lebensquell.

Und ich frage: Ist er es auch für unsere Kinder? Ist unser Glaube so stark und weit, lebt in uns ein tiefes Vertrauen in Gott, der unser Leben trägt und führt, dass unsere Kinder in dieses Ur-Vertrauen hineinwachsen, weil sie teilhaben an unserem Innenraum? Sind sie wirklich in unser „Herz“ geschrieben? Und womit ist unser Herz gefüllt? Mit Gott? Mit seinem Wort?

Ich sehe die Muttergottes vom Soon und denke: In welcher Verantwortung für­ein­ander leben wir, dass Leben und Glaube – „Glaubens-Leben“ wachsen können? Die Zukunft liegt nicht einfach vor uns, sie liegt auch in uns, wir halten sie füreinander bereit.

Ihr Pastor P. Meinulf mit Koop. Karl-Josef Bings,
Diakon B. Lohmer und der Klostergemeinschaft


Aktueller Pfarreienbrief

Nr. 09/2017
04.09.2017 - 01.10.2017

Liebe Pfarrangehörige,

wenn Angehörige sterben, so kommt zur Trauer auch noch die Sorge um den Ablauf einer Beerdigung. Als Hilfestellung in dieser schweren Zeit soll Ihnen diese Liste dienen.

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